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Individuell Betroffene, das Team und die Institution können durch verschiedene Maßnahmen von Gesundheitsförderung dem Burnout vorbeugen. Hierzu wird u. a. auf die Konzepte Salutogenese, Coping, Selbstwirksamkeit und Empowerment und auf aus dem Arbeitsschutz hervorgehende Prozesse verwiesen:
* Vorbeugung durch Arbeitgeber bzw. die Institution:
Zur konsequenten Umsetzung[3] des Arbeitsschutzgesetzes sind Arbeitgeber verpflichtet. Sie haben dabei psychomentalen Belastungen in die für Arbeitsplätze und Arbeitsaufgaben vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen mit einzubeziehen. Weiterhin verlangt das Gesetz die Planung und Wirksamkeitskontrolle präventiver Maßnahmen gegen psychische Fehlbelastungen. In Unternehmen mit Betriebsräten sind diese Arbeitnehmervertretungen verpflichtet, die Umsetzung der Arbeitsschutzvorschriften mitzubestimmen und zu überwachen. Die Vielzahl der unterschiedlichen Möglichkeiten zur Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes gibt Betriebsräten hier ein besonders starkes Mitbestimmungsrecht. Eine besondere Aufsichtspflicht haben im Bereich des Arbeitsschutzes auch die Berufsgenossenschaften und die Gewerbeaufsichtsbehörden. Die Zunahme des Anteils psychischer Erkrankungen an allen zu Fehltagen führenden Erkrankungen führte auch zu einem verstärkten Engagement der Krankenversicherungen bei der Prävention psychischer Fehlbelastungen.
* Partizipation[4] und Führung[5]:
Eine sehr wirksame Maßnahme gegen Burnout ist die Stärkung der Teilhabe der Mitarbeiter an Entscheidungen, die ihre Arbeit betreffen. Das macht einen partizipativen Führungsstil erforderlich. Diese Maßnahme ist auch ein Beispiel dafür, dass die Vermeidung von Fehlbelastungen nicht gleichbedeutend sein muss mit einer Verringerung der psychomentalen Belastung, denn wirkliche Partizipation kann zu zusätzlichem Arbeitsaufwand führen.
* Individuelle Vorbeugungsmaßnahmen:
Für Burnout-Gefährdete ist es sehr wichtig, sich selbst Zeit und Raum zum Ausruhen und Regenerieren sowie für Ausgleichsmöglichkeiten wie Sport, Musik oder andere Hobbys zu geben. Auch andere Methoden, die dem Einzelnen ermöglichen, Ruhe und Entspannung zu erfahren, indem sie die Aufmerksamkeit gezielt von dem Belastungsbereich weglenken, können geistig und körperlich sehr entlastend wirken.
Zudem ist es wichtig, die notwendige Distanz zur Arbeit zu behalten oder zu schaffen, um ihr aus einem neuen Blickwinkel zu begegnen und möglicherweise unrealistische Vorstellungen oder ungeeignete Prozesse zu korrigieren.
* Entlastungsmöglichkeiten im Team:
Auch das Team ist für realistische Arbeitspläne und -umsetzungen mitverantwortlich. Hier sollten dem Einzelnen wenn möglich an seine Fähigkeiten angepasste, begrenzte und realistische Aufgaben zugeteilt werden. Zudem sollte das Team im Idealfall auch ein Raum für Austausch, Feedback und gegenseitige Begleitung sein.
Fehlbelastungen kann durch Schaffung von Raum für Reflexionen im Team entgegengewirkt werden, z. B. in Form von Supervisionen und Projektrückschauen. Dies ist jedoch nur mit Mitarbeitern möglich, die dieses Konzept nicht grundsätzlich ablehnen. Die Beteiligung von Mitarbeitern an Entscheidungen verringert psychische Fehlbelastungen besonders wirksam. Voraussetzung dafür ist ein partizipartiver Führungsstil.
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